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46 Bewerbungen, zehn Auszeichnungen: Thüringer Schulen setzen auf mehr Bewegung

Preisverleihung am 24. September in Weida

Bewegung gehört zum Schulalltag – und das an immer mehr Thüringer Schulen. 46 Thüringer Schulen haben sich in diesem Jahr um die Auszeichnung „Bewegungsfördernde Schule“ beworben. Zehn von ihnen wurden am 24. September in der Förderschule „Schule an der Weida“ für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Die Resonanz zeigt: Bewegung wird an Thüringer Schulen zunehmend als wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Schulalltags verstanden.

Der gemeinsame Preis des Landessportbundes Thüringen, des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie der Unfallkasse Thüringen zeichnet Schulen aus, die Bewegung nicht auf den Sportunterricht beschränken, sondern fest in ihrer Schulkultur verankern. Dazu gehören unter anderem Bewegungsangebote in den Pausen, Sport- und Spielfeste, die Teilnahme an Wettbewerben, Kooperationen mit Sportvereinen und die Verbindung von Lernen und Bewegung im Unterricht.

„Bewegung gehört in den gesamten Schulalltag – nicht nur in den Sportunterricht. Kinder brauchen Möglichkeiten, sich zu bewegen, aktiv zu sein und gemeinsam Erfahrungen zu sammeln. Das unterstützt nicht nur Wahrnehmung und Konzentration, sondern trägt auch zu Lernfreude, Wohlbefinden und einem guten Schulklima bei“, sagt Nadin Czogalla, Geschäftsführerin Sportentwicklung des Landessportbundes Thüringen. „Mit der Auszeichnung wollen wir Schulen würdigen, die Bewegung als festen Bestandteil ihres pädagogischen Konzepts verstehen und mit kreativen Ideen mit Leben füllen.“

Grundlage der Auszeichnung ist das schulische Gesamtkonzept und der dabei beinhaltete Stellenwert von Sport und Bewegung. Eine Jury bewertet, wie die Schulen den Baustein „Bewegungsfördernde Schule“ in Planung, Organisation und Umsetzung verankern. Die ausgezeichneten Schulen erhalten neben einer Urkunde eine Geldprämie von 1.000 Euro, die für die Anschaffung von Sport- und Spielgeräten eingesetzt werden kann.

„Wenn Kinder sich regelmäßig bewegen, profitieren nicht nur sie selbst. Bewegung stärkt Konzentration, Selbstvertrauen und damit nachweislich auch den Lernerfolg. Sie ermöglicht Begegnungen, fördert Rücksichtnahme und Teamgeist. Davon profitiert am Ende nicht nur jedes einzelne Kind, sondern die gesamte Klassen- und Schulgemeinschaft: Wo gemeinsam gespielt, gelernt und sich bewegt wird, entstehen Zusammenhalt, Respekt und ein faires Miteinander. Dass die Zahl der Bewerbungen um die Auszeichnung als ‚Bewegungsfördernde Schule‘ in diesem Jahr deutlich gestiegen ist, zeigt, dass das das gemeinsame Verständnis von Bewegung als integralem Baustein für Gesundheit und erfolgreiches Lernen weiterwächst.“, so Bildungsminister Christian Tischner.

 „Wer sich regelmäßig bewegt, verbessert u.a. seine Reaktionsfähigkeit und kann dadurch Risiken im Alltag besser einschätzen. Deshalb gilt für unsere Präventionsarbeit: Mehr Bewegung bedeutet weniger Unfälle. Die Unfallkasse Thüringen unterstützt das Programm als langjähriger Partner und stellt den ausgezeichneten Schulen auch in diesem Jahr eine Prämie von jeweils 1.000 Euro für Sport- und Spielgeräte zur Verfügung“, erklärt Sabine Dexheimer, Geschäftsführerin der Unfallkasse Thüringen.

Preisträger 2026:

  • Evangelisches Ratsgymnasium Erfurt
  • Evangelische Grundschule Apolda
  • Staatliche Grundschule Großschwabhausen / Magdala
  • Kurstadt-Grundschule Bad Frankenhausen
  • Staatliche Grundschule „Sonnenhof“ Bad Langensalza
  • Staatliche Gemeinschaftsschule „Montessorischule“ Jena
  • „Schule an der Weida“, Förderschule zur individuellen Lebensbewältigung
  • Staatliche Grundschule Lauscha
  • Staatliche Grundschule Brotterode-Trustetal
  • Staatliche Grundschule Sonneborn