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Verkehrssicherheit

Versicherungsschutz auf allen Wegen

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung ist in Deutschland sehr weit gefasst und steht immer unter der Devise, Arbeitnehmer im Beruf abzusichern. Passiert also während der Arbeit ein Unfall, so ist dieser in vielen Fällen versichert. Die meisten versicherten Personen wissen das und auch die Dienststelle bzw. der Arbeitgeber ist meistens direkt informiert. Es kann allerdings auch vorkommen, dass sich auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg ein Unfall ereignet. Auch hier kann die gesetzliche Unfallversicherung unter bestimmten Voraussetzungen Hilfe bieten. Das hat der Gesetzgeber prinzipiell so geregelt. Diese Regelungen findet man in § 8 SGB VII. Es ist aber immer wichtig, mindestens im Nachhinein schnellstmöglich eine Unfallanzeige zu erstellen, damit die bestmögliche Versorgung grundsätzlich gewährleistet werden kann.

Meistens bewegen wir uns nicht nur auf einem Betriebsgelände, sondern im öffentlichen Verkehrsraum. Das heißt wir gehen zu Fuß, nutzen das Auto oder das Fahrrad oder fahren mit einem öffentlichen Verkehrsmittel, z. B. mit dem Bus. Dabei kann es aber immer zu Missverständnissen oder zu Fehlern kommen, die manchmal leider in Unfällen enden, das ist menschlich. Aber auch mitunter ärgerlich, teilweise schmerzhaft und in einigen Fällen auch tödlich. Wichtig ist, wenn wir mehr Verständnis und Geduld für andere entwickeln, können Risiken minimiert und das Miteinander verbessert werden.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV e. V.) ist der Spitzenverband aller gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (dazu gehört auch die Unfallkasse Thüringen). Bei ihr laufen alle Fäden zusammen und sie erstellt Statistiken (Auswertungen) zu vielen verschiedenen Themen. So wird ganz genau das Unfallgeschehen beobachtet und schon seit vielen Jahren werden wichtige aussagekräftige Daten erhoben.

 

Die Zahlen unterteilen sich wie folgt: 

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 1.058.219 Arbeitsunfälle gemeldet. Davon wurden 186.672 der Kategorie Wegeunfälle zugeordnet. Das entspricht einem Anteil von 17,6 Prozent. Fast jeder fünfte gemeldete Unfall war also ein Wegeunfall.

Wenn sich aus einem Unfall eine Rente ergibt, bedeutet es, dass dieser so schwer war, dass für die versicherte Person (Arbeitnehmer) ein großer Körperschaden entstanden ist. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 17.988 Unfallrenten bestätigt, davon waren 4.626 sogenannte Wegeunfallrenten. Das ist ein Anteil von 25,7 Prozent, also mehr als ein Viertel.

Besonders schlimm sind tödliche Unfälle. Allein im Jahr 2019 kam es zu insgesamt 806 tödlichen Unfällen, die von der DGUV erfasst wurden. Davon waren 309 Wegeunfälle, also ein Anteil von 38,3 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass der Anteil an Wegeunfällen mit der Unfallschwere zunimmt. Vor allem jeder tödliche Unfall verursacht für die Hinterbliebenen immer viel Leid. Die Leistungen bzw. Hilfen der gesetzlichen Unfallversicherung sind sehr umfangreich. So wird beispielweise großer Wert auf Rehabilitation gelegt, damit versicherte Personen wieder gesund werden und arbeiten können. In bestimmten Fällen wird auch eine Rente gezahlt, wenn der Schaden dauerhaft ist. Hat sich ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet, kann an Hinterbliebene ebenfalls eine Rente gezahlt werden. Aber: das alles sind finanzielle Belastungen, die vermeidbar sind. Es sollte einfach kein Unfall passieren. Und genau hier kommt die Prävention von Unfällen ins Spiel, also die Vermeidung von Unfällen. Genau deshalb unterstützt die Unfallkasse Thüringen Organisationen, die im Bereich Verkehrssicherheit seit vielen Jahren eine tolle Arbeit leisten.

Zum Abschluss nochmal eine Zahl, die uns alle aufhorchen lässt: im Jahr 2019 wurden 3.059 Personen im Straßenverkehr insgesamt getötet. Wie oben genannt waren 309 Unfälle davon Wegeunfälle. Das bedeutet immerhin ein Anteil von rund 10 Prozent und das, da sind wir uns alle einig, ist immer einer zu viel!

Verkehrssicherheit ist wichtig – wer sind die Akteure?

Anfang Mai 2021 fand die „1. Nationale Verkehrssicherheitskonferenz“ unter Führung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur statt. Es wurden viele neue und gute Ideen vorgestellt. Wie bedeutsam das Thema ist, zeigt sich insbesondere in der Teilnahme der politischen Akteure. Mit dabei waren unter anderem der Bundesverkehrsminister, die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz der Bundesländer, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages sowie die Präsidenten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR e. V.) und der Deutschen Verkehrswacht (DVW e. V.).

DVR und DVW haben einen wichtigen Auftrag und unterstützen in Kommunen, Landkreisen, Bundesländern oder auf Bundesebene. Denn sie sind die Experten für Verkehrssicherheit und haben ein gemeinsames Ziel: „Vision Zero“. Die Vision ist, dass es im Straßenverkehr zu keinen tödlichen Unfällen mehr kommt. Um dieses Ziel zu unterstützen, wurde der „Pakt für Verkehrssicherheit“ geschlossen, um in ganz Deutschland Mobilität neu zu denken und sicherer zu machen und das gemeinsam. So sollen innerhalb von zehn Jahren infrastrukturelle Verbesserungen allen Verkehrsteilnehmenden zu Gute kommen. Außerdem sollen Gesetze verändert werden, damit neue Formen der Mobilität eine bessere Chance haben. Ganz wichtig ist es auch, dabei immer auch den Klimaschutz im Blick zu behalten.

Welchen Beitrag leistet die Unfallkasse Thüringen?

Die Unfallkasse Thüringen (UKT) beteiligt sich seit vielen Jahren an Aktionen der Landesverkehrswacht Thüringen (LVW). Den Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse den Radverkehr näher zu bringen, erfordert eine intensive Arbeit mit viel ehrenamtlichem Einsatz. Die UKT steht hier mit finanziellen Unterstützungen den Ehrenamtlichen an der Seite. So hat die UKT im Jahr 2020 300 neue Warnwesten für alle Schüler finanziert.

Auch im Bereich der allgemeinen Unfallversicherung wird nach Möglichkeiten für Mitgliedsunternehmen gesucht, vor allem junge Fahrende besser auf Situationen im Straßenverkehr vorzubereiten. Das Schwerpunktthema 2021/2022 „Verkehrssicherheit in ländlichen Räumen“ des DVR greift da an, wo sich die meisten schweren Unfälle ereignen: auf Landstraßen. Thüringen ist ein dünn besiedeltes Flächenland und viele Pendelnde nutzen täglich genau diese Wege. Hier wird die UKT gerne weiter unterstützen und ist dazu auch schon intensiv in Planung.

DVR/UK/BG-Schwerpunktaktion „Es kann so einfach sein“ startet am 19. Juni 2021

Gefährdungen und Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen

Was bedeutet Rücksicht ImStraßenverkehr? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt der gemeinsamen Schwerpunktaktion 2021 des DVR, der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften. Die diesjährige Aktion liefert daher alltagspraktische Tipps und Hinweise für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr, denn die Devise heißt: Miteinander statt gegeneinander – denn gelassen läuft´s besser.

 

Zur Aktion 

 

Mitmachen und gewinnen

Versicherte der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften können über die Webseite www.ruecksicht-ist-einfach.de innerhalb des Aktionszeitraums (19. Juni 2021 bis 28. Februar 2022) an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Alle Seminare der UKT auf einen Blick.

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