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Bereits seit Dezember 2023 werden in Thüringen zehn Schulhöfe Schritt für Schritt in grüne, vielseitige Lern- und Lebensorte verwandelt. Ausgangspunkt ist das vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten (TMUENF) geförderte Projekt „Zehn grüne Schulhöfe für Thüringen“ für den Zeitraum 2023 bis 2026. In Anlehnung an diese Initiative und auf Basis der Mitarbeit in der unabhängigen Jury, begleitet die Unfallkasse Thüringen (UKT) die Projektschulen nun auch mit einem finanziellen Zuschuss auf ihrem Weg. Grundlage dafür ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der UKT, die eine kindgerechte, naturnahe und sichere Schulhofgestaltung in den Mittelpunkt stellt.
Ziel ist es,
- Schulhöfe klimaangepasst zu entwickeln,
- aktive Pausen zu fördern,
- das soziale Miteinander zu stärken
- und zugleich den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu berücksichtigen.
Die zusätzlichen Fördermittel sollen die bestehenden Schulhofprojekte gezielt ergänzen und erweitern, damit weitere Ideen aus den Planungsprozessen umgesetzt werden können, die bisher aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden mussten.
Die UKT stellt der Deutschen Umwelthilfe insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung.
Die DUH verwaltet diese Mittel treuhänderisch und leitet sie an die Projekt-Schulen weiter:
Jede nominierte Schule erhält einen Förderbetrag von 10.000 Euro, der ausschließlich für zusätzliche Maßnahmen im Rahmen der Schulhofgestaltung genutzt werden darf.
Gefördert werden insbesondere Maßnahmen, die die Schulhöfe klar strukturieren und vielfältig nutzbar machen.
Dazu zählen sinnvolle Gliederungen der Schulgelände mit Bereichen:
- für Aktivität,
- Entspannung und Rückzug,
- attraktive und sichere Spiel- und Sportangebote wie Kletterfelsen oder Balancierstrecken
- sowie zusätzliche Pausenangebote, die Langeweile und Leerlauf reduzieren
- und somit Gewalt und Aggression vorbeugen können.
Ebenso im Fokus steht die Gestaltung naturnaher Bereiche:
- Grüne Klassenzimmer,
- Schattenplätze,
- Retentionsflächen,
- Biotope und andere Naturflächen.
Sie sollen handlungsorientiertes Lernen ermöglichen, die Artenvielfalt fördern und einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten.
Zu den nominierten Projektschulen gehören:
- Staatliche Grund- und Regelschule „Käthe Kollwitz“ in Nordhausen
- Staatliche Regelschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Neustadt a. d. Orla
- Freie Gemeinschaftsschule „Armin Mueller-Stahl“ in Sondershausen
- Staatliche Grundschule „Am Straufhain“ in Streufdorf
- Staatliche Gemeinschaftsschule Ostschule (Europaschule) in Gera
- Staatliches Perthes-Gymnasium in Friedrichroda
- Staatliche Grundschule und Staatliche Regelschule „Georg Kresse“ in Triebes (Tandem mitgemeinsamem Schulgelände)
- Freie Montessori-Gemeinschaftsschule Michaelisschule in Bad Lobenstein
- Staatliche Gemeinschaftsschule 7 in Kerspleben
- Staatliches Förderzentrum „Erich Kästner“ in Altenburg
Nachweis der Maßnahmen
Die Projektschulen müssen nachweisen, dass die Maßnahmen tatsächlich zusätzlich sind und nur durch die Unterstützung der UKT realisiert werden können. So wird gewährleistet, dass die zusätzlichen Mittel zu einer qualitativen Aufwertung der Schulhöfe beitragen.
Damit wird der Weg für dauerhaft grünere, sicherere und pädagogisch wertvolle Schulhöfe in Thüringen geebnet.
Das Modell soll perspektivisch auch über das Jahr 2026 hinaus weiterwirken.
