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Erste-Hilfe

Um sicherzustellen, dass bei einem Unfall Erste Hilfe geleistet werden kann, ist der Arbeitgeber verpflichtet, betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer in der erforderlichen Anzahl ausbilden zu lassen.

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Münster

Unter bestimmten Voraussetzungen trägt die Unfallkasse Thüringen (UKT) die Kosten für die Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfer sowie für den Lehrgang "Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder".

Die Unfallkasse Thüringen übernimmt seit dem 1. Juli 2019 die Kosten für das pädagogische Personal der Kindertagesstätten in freier Trägerschaft auf Grundlage einer mit der BGW geschlossenen Vereinbarung. Damit entfallen die diesbezüglich aufwändigen Absprachen zwischen UKT und den Kindergärten. Die BGW erstattet zu gegebener Zeit ihren entsprechenden Kostenanteil an die UKT.

Informationen für Mitgliedseinrichtungen und ermächtigte Stellen über das Antrags- und Bewilligungsverfahren ab dem Jahr 2020:

Aus organisatorischen und datenschutzrechtlichen Gründen ändert die UKT ab dem kommenden Jahr die Verfahrensweise für die Beantragung der Kostenübernahme von Ersthelferschulungen. Diese ist schon bei der Beantragung der Kostenübernahmen für das nächste Jahr zu berücksichtigen!

Die wichtigste Veränderung ist, dass jetzt zuerst ein verbindlicher Termin mit der ermächtigten Ausbildungsstelle festgelegt wird und dann der Kostenübernahmeantrag für jeden Lehrgang ausgefüllt und durch die UKT genehmigt werden muss. Die Kostenzusagen erfolgen also nicht mehr personenbezogen.

Aber nach wie vor gilt:

Die UKT übernimmt nur die von ihr vorher genehmigten Kosten. Deshalb ist es wichtig, die Anträge rechtzeitig (ca. 6 Wochen vor dem Lehrgang) bei uns einzureichen.

Die Kostenübernahmeanträge - getrennt nach Betrieben und Bildungs- und Betreuungseinrichtungen -  sind als PDF-Formulare auf der Homepage hinterlegt und können am PC ausgefüllt werden. Wir erfragen damit alle für uns relevanten Informationen. Für einen reibungslosen Ablauf ist ein sorgfältiges Befüllen der zutreffenden Anträge die Voraussetzung.

Unser Etat für Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildungen ist begrenzt. Aus Haushaltsgründen ist es daher auch möglich, dass Kostenübernahmen abgelehnt werden können.

Die entsprechenden Kostenübernahmeanträge (KÜA), das Verzeichnis der ermächtigten Stellen und alle relevanten Informationen finden Sie hier:

"In drei Schritten zum Erste-Hilfe-Kurs" - Die Reihenfolge ist unbedingt zu beachten!

"Ermächtigte Stellen für die Aus- und Fortbildung in der Ersten Hilfe"

Bitte an die UKT senden:

"KÜA für Betriebliche Ersthelfer - Aus- und Fortbildung" - Für Betriebe, Unternehmen, weiterführende Schulen: Bitte die Rückseite beachten!

"KÜA für Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen" - Für Kitas und Grundschulen: Bitte die Rückseite beachten!

Bitte zum Lehrgang mitnehmen:

"Anmeldeformular" (Teilnehmerliste) - Wird nach erteilter Kostenzusicherung bei der vom Mitgliedsunternehmen ausgewählten ausbildenden Stelle vorgelegt!

"Anlage zum Anmeldeformular" (bei mehr als 10 Teilnehmern)

Weitere wichtige Informationen entnehmen Sie bitte auch den Rückseiten der entsprechenden Anträge.

Weitere allgemeine Informationen:

Seit dem 1. April 2015 ist die Kursdauer für alle Erste-Hilfe-Kurse (Aus- und Fortbildung auf neun Unterrichtseinheiten (einen Tag) festgelegt.

Übrigens wird die betriebliche Erste-Hilfe-Ausbildung mit den neun Unterrichtseinheiten nun auch für die Führerscheinerwerber anerkannt. Das heißt, wer im Rahmen der Führerscheinprüfung eine Schulung in Erster Hilfe absolviert hat, kann auch als Ersthelfer im Betrieb eingesetzt werden. Wichtig ist nur, dass die Schulung nicht länger als zwei Jahre zurückliegt und von einer von ermächtigten Ausbildungsstelle durchgeführt wird. Umgekehrt gilt das natürlich auch: Die betriebliche Ersthelfer-Ausbildung kann zugleich für den Führerscheinerwerb - und zwar in allen Führerscheinklassen - genutzt werden.

Betriebliche Ersthelfer

Um sicherzustellen, dass bei einem Unfall Erste Hilfe geleistet werden kann, ist der Arbeitgeber verpflichtet, betriebliche Ersthelferinnen und Ersthelfer in folgender Anzahl ausbilden zu lassen:

§ 26 DGUV Vorschrift 1 - Zahl und Ausbildung der Ersthelfer

(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass für die Erste-Hilfe-Leistung Ersthelfer mindestens in folgender Zahl zur Verfügung stehen:

1.  Bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer,

2.  bei mehr als 20 anwesenden Versicherten:

a.) in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 %,

b.) in sonstigen Betrieben 10 %,

c.) in Kindertageseinrichtungen ein Ersthelfer je Kindergruppe,

d.) in Hochschulen 10 % der Versicherten nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 SGB VII.

Unter bestimmten Voraussetzungen trägt die Unfallkasse Thüringen (UKT) die Kosten für die Aus- und Fortbildung.

Zur Schulung von betrieblichen Ersthelferinnen und Ersthelfern werden von der UKT ausschließlich zwei Kursarten bezahlt: die Grundausbildung und die alle zwei Jahre (Ausnahme: Lehrer an weiterführenden Schulen innerhalb von drei Jahren) nötige Fortbildung, das "Erste-Hilfe-Training". Die Kosten für alle anderen Kurse wie beispielsweise "Sofortmaßnahmen am Unfallort" werden nicht von der UKT übernommen.

Erste Hilfe im Hauptberuf

Seit Inkrafttreten der DGUV Vorschrift 1 im November 2014 ist geregelt, dass Personen mit medizinischen Qualifikationen als Ersthelferinnen oder Ersthelfer eingesetzt werden können, ohne dass sie eine Erste-Hilfe-Grundausbildung absolviert haben. Voraussetzung ist, dass sie über eine sanitäts- oder rettungsdienstliche Ausbildung oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf des Gesundheitswesens verfügen. Die UKT übernimmt in diesem Fall keine Kosten für Ersthelferschulungen.

Sofern solche Personen mit medizinischer Qualifikation regelmäßig Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen oder sich anders fortbilden, müssen sie auch keine weiteren Erste-Hilfe-Trainings besuchen. Der Unternehmer hat sich Nachweise über die entsprechende Fortbil-dung vorlegen zu lassen.

Des Weiteren übernimmt die UKT für folgenden Personenkreis generell keine Kosten:

  • Studenten, Promovierende, Doktoranden ohne Arbeitsvertrag
  • Beamte (Ausnahme Lehrer)
  • Schüler, Auszubildende, Praktikanten
  • Personen im freiwilligen sozialen bzw. ökologischem Jahr (FSJ, FÖS)
  • Personen im Bundesfreiwilligendienst (Bufdis)
  • Honorarkräfte, geringfügig Beschäftigte, Saisonkräfte
  • Bademeister, Schwimmlehrer
  • Personen, die alleine und somit nicht im Team tätig sind

oder sonstige, diesen gleichzusetzenden Personen

Erste Hilfe in Kindertageseinrichtungen

Diese Schulung läuft unter der Bezeichnung "Erste Hilfe in Bildungs- undBetreuungseinrichtungen für Kinder" und umfasst neun Unterrichtseinheiten. Der Fokus liegt auf der Vermittlung lebensrettender Maßnahmen und einfacher Maßnahmen an Erwachsenen und Kindern. Da dieser Kurs alle wichtigen Themen beinhaltet, erfolgen Aus- und Fortbildung nur noch durch diesen Kurs. Um den Status als Ersthelferin/Ersthelfer zu behalten, müssen nach zwei Jahren die Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt werden.

Informationen für Anbieter von Erste-Hilfe-Kursen

Mit Erscheinen der DGUV Vorschrift 1 (Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention") wurden die Anforderungen an Stellen, die zur Ausbildung für Erste-Hilfe-Lehrgänge ermächtigt sind, geändert. Informationen dazu enthält der Grundsatz 304-001 "Ermächtigung von Stellen für die Aus- und Fortbildung in der Ersten Hilfe", der über die DGUV bestellt werden kann.

Die Mitgliedsunternehmen der UKT vereinbaren zunächst einen Termin für die entsprechende Schulung.

An diesem Termin müssen Sie sich den von der UKT genehmigten Kostenübernahmeantrag vorlegen lassen. Dieser ist neben dem ausgefüllten und von Ihnen bestätigten Anmeldeformular der Beleg für die Abrechnung der Lehrgänge mit uns.

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