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Ein Helm schützt vor schweren Kopfverletzungen
Im Jahr 2008 sind in Deutschland 4.200 Studierende auf dem Weg zur Uni verunglückt. Fast die Hälfte dieser Unfälle passierte mit dem Fahrrad. Es ist das beliebteste Transportmittel angehender Akademiker. Unfallursachen gibt es viele: Telefonieren und SMS-Schreiben gehören dazu, ebenso laute Musik aus den Ohrstöpseln des mp3-Players. Sie führt dazu, dass Radfahrer warnende Signale anderer Verkehrsteilnehmer wie Hupen, Klingeln oder Rufe nicht wahrnehmen. Ein Problem sind auch Räder, die alles andere sind als verkehrssicher: Klingel und/oder Reflektoren fehlen, Leuchten sind defekt, Bremsbeläge abgenutzt. Diese Mängel sind vor allem bei gebraucht gekauften oder ersteigerten Fahrrädern sichtbar.
Bußgelder und Punkte in Flensburg drohen Darauf weist die Unfallkasse Thüringen hin. Bei ihr sind Thüringens Studierende während dem Besuch von Hochschul-Veranstaltungen und auf den damit verbundenen Wegen gesetzlich unfallversichert. "Der Versicherungsschutz gilt zwar auch bei Fehlverhalten.", sagt Lars Eggert, Fachbereichsleiter Leistungen und Recht. Doch das ist kein Freifahrtschein für Leichtsinn. Zum steigenden Unfallrisiko kommt, dass es auch für Radfahrer einen Bußgeldkatalog und drohende Punkte im Flensburger Kraftfahrtzentralregister gibt, wenn Verkehrsregeln missachtet und andere gefährdet werden. Wer etwa die rote Ampel ignoriert, kann mit bis zu 180 Euro zur Kasse gebeten werden und kassiert bis zu vier Punkte in Flensburg.
Fahrrad-Check, Helm auf, Musik leiser Die Unfallkasse empfiehlt Studierenden daher, regelmäßig zu prüfen, dass vor allem die Bremsen, Beleuchtung und Klingel am Rad funktionieren und das Lampen und Reflektoren sauber sind. Ein Helm ist zwar nicht verpflichtend, sollte beim Radfahren dennoch getragen werden, um Kopfverletzungen zu vermeiden oder zu mindern. Wenn Musik auf dem Rad gehört wird, dann nur so laut, dass der Verkehrsteilnehmer alle Verkehrsgeräusche hören können. Wer diese Grenze nur geringfügig überschreitet, riskiert bereits eine verminderte Wahrnehmung seiner Umwelt.
Mehr Tipps zur Sicherheit auf dem Rad bietet die Kampagne "Risiko raus!" der gesetzlichen Unfallversicherung: www.risiko-raus.de, Stichwort: Fahrrad.
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