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Stephanie Robus

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Permanente Geräusche stressen schon Vorschüler. 30. April: Tag gegen Lärm

Ein Tag im Kindergarten kann ganz schön laut sein: Spielzeughandys bimmeln, Polizeiautos tuten, Gleichaltrige brüllen. Dieser penetrante Dauerlärm reizt die Nerven und schadet den Kleinen. Schon etwa jedes dritte Kind hat bei der Einschulung keine altersgemäße Hörwahrnehmung mehr. Ein Faktor, der sich negativ auf die schulische Entwicklung des Kindes wirken kann. Darauf weist die Unfallkasse Thüringen (UKT) hin. Anlass ist der 17. internationale „Tag gegen Lärm“ am 30. April.

 

Hörschäden, Konzentrationsschwierigkeiten

Lärm hat gravierende Folgen: Ständige Beschallung quält das empfindliche Gehör und macht Kinder aggressiv und nervös. Doch das ist noch nicht alles. Lärmgestresste Kinder liegen in ihrer Sprachentwicklung und Konzentrationsfähigkeit oft hinter denen, die ihre Ruhe haben dürfen. Die UKT appelliert daher an Eltern, zu Hause Ruhe-Inseln zu schaffen und „auch das eigene Hörverhalten zu prüfen“, so Renate Müller, Geschäftsführerin der Unfallkasse. Elektronisches Spielzeug, das dem Kind etwas vorspielt oder vorspricht, kann ebenfalls zu irreparablen Hörschäden führen, wenn die Lautstärke zu hoch eingestellt ist und das Kind sich das Spielzeug zu lange direkt an das Ohr hält. Dauerbeschallung schadet den empfindlichen Haarzellen im Innenohr, die das Hören erst möglich machen. Zerstörte Haarzellen wachsen nicht nach, die Folge ist Schwerhörigkeit.

 

Hör-Spiele

Hör-Spiele machen müde Ohren wieder fit. „Geräusche merken“ ist eins davon. Es wird am besten draußen gespielt, benötigt wird nur eine Uhr. Die Mitspieler (Anzahl egal) sagen eine vorher festgelegte Zeit lang nichts, horchen auf Geräusche und merken sie sich. Dann berichtet jeder Mitspieler, was er gehört hat. Wer Lust hat, kann es auch nachmachen (gibt Extra-Punkte). Der Mitspieler, der das Meiste gehört hat, gewinnt. Ein anderes Hör-Spiel (für drinnen, ab drei Mitspielern): Ein Kind sucht Dinge zusammen, mit denen es Geräusche erzeugen kann. Es baut sie so auf, dass die anderen Kinder nichts sehen können, etwa hinter einem Sessel. Dann macht es Geräusche. Das Kind, das als erstes errät, welches Geräusch das ist, bekommt einen Punkt. Gewonnen hat das Kind mit den meisten Punkten.

 Weitere Infos zum Tag gegen Lärm: www.tag-gegen-laerm.de

 

Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Schülerunfallversicherung im Freistaat.  235.000 Schüler sind während des Unterrichts, bei schulischen Veranstaltungen wie Wandertagen, Ausflügen oder Klassenfahrten und auf den Schulwegen gegen Unfälle abgesichert. Passiert ein Unfall leitet die Unfallkasse Thüringen sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.