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Augenverletzungen in der Sportstunde Drucken E-Mail

Schulsportgerechte Brille schützt

 

Gotha, 6. Januar 2010. Im Schulsport ereignen sich in Deutschland pro Jahr rund 11.000 Unfälle, die zu einer Verletzung der Augen führen. Knapp die Hälfte dieser Augenverletzungen ziehen sich die Kinder bei Ballspielen zu. Fußball liegt mit einem Anteil von rund 14 Prozent weit an der Spitze. Darauf weist die Unfallkasse Thüringen (UKT) hin. Die häufigsten Unfallfolgen sind Prellungen, Erschütterungen und Zerreißungen. Die UKT rät Eltern, für ihr Kind eine schulsportgerechte Brille mit bruchsicheren Spezialgläsern anzuschaffen. Diese Brillen tragen dazu bei, schwere Augenverletzungen zu verhindern. In Nordrhein-Westfalen sind sie per Erlass im Schulsport verpflichtend und in anderen Bundesländern empfohlen.

 

Die Brillen erfüllen vor allem diese Anforderungen:

  • elastische, schwer zerbrechliche Kunststoff-Fassung,
  • weiche, anpassbare Nasenauflage und weicher Überzug über den Bügelgelenken,
  • splitterfreie Kunststoffgläser,
  • Weiche, fast bis zu den Ohrläppchen reichende Brillenbügel geben der Brille einen guten Halt.
  • Oder: Elastisches Brillen- oder Kopfband. Sorgt dafür, dass die Sportbrille auch bei schnellen Aktionen (Sprünge und Schwünge beim Turnen, Schläge bei Squash, Tennis oder Tischtennis, Ausweichbewegungen bei den Ballspielen) fest am Kopf bleibt und nicht verrutscht.
  • geringes Gewicht.

 

Sonnenbrillen und Alltagsbrillen sind für den Schulsport ungeeignet. Bei einem Zusammenstoß mit einem Mitspieler oder beim Aufprall eines Balles können Kunststoff- oder Glassplitter in die Augen gelangen. Splitter des Metallrahmens können zu Schnittwunden in Augennähe führen. Eine Sportbrille zusätzlich zur normalen Brille ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten hierfür übernehmen die Kassen üblicherweise nur bei Schülern, die im Sportunterricht auf die Brille angewiesen sind.