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Lärm macht krank Drucken E-Mail

Einsatz von Lärmampeln in Kindertagesstätten und Schulen bewährt sich

 


 

Gotha, 19. Februar 2009. Lärm kann sich auf die Gesundheit, Psyche und Kommunikation negativ auswirken. Ursachen dafür können verhaltensbedingt sein oder von einer Störquelle, wie z.B. Maschine ausgehen. Räumliche oder bauliche Bedingungen spielen dabei ebenfalls eine große Rolle.

 

"Wird das Umfeld lauter, spricht man selbst oft lauter, um die anderen zu übertönen.", weiß Renate Müller, Geschäftsführerin. Schnell entwickelt sich der Lärmpegel zu einer Belastung. "Insbesondere für geistige Tätigkeiten sollte der Richtwert von 55 Dezibel nicht überschritten werden.", so Müller weiter. Um bei Kindern und Schülern ein Bewusstsein für Lärm zu entwickeln, setzte die Unfallkasse Thüringen allein im letzten Jahr in 200 Kindertagesstätten und Schulen Lärmampeln ein. Diese Ampel macht Lärm sichtbar und soll die Kinder animieren, sich selbst zu kontrollieren. Das Prinzip ist der Ampel im Straßenverkehr ähnlich. Rot heißt stopp ? wir sind zu laut. Ein eingebautes Lärmpegelmessgerät im Fuß der Ampel misst die Lautstärke und lässt ein Signal ertönen. Gerade im Kita- und Schulbereich liegt der Lärmpegel deutlich über der gesetzlichen Vorgabe. Ein Lärmpegel von über 60 Dezibel kann den Unterrichtsablauf erheblich beeinträchtigen. Folgen können Konzentrationsschwächen, vorzeitige Ermüdung und Kopfschmerzen sein. Allerdings können mit dem Einsatz der Lärmampel Ursachen einer mangelnden Raumakustik nicht beseitigt werden.

 

Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Unfallversicherung im Freistaat. 660.000 Studenten, Schüler, Kindergartenkinder und Arbeitnehmer in öffentlichen Einrichtungen stehen unter dem Schutz der Unfallversicherung. Zum Versichertenkreis gehören ehrenamtlich Tätige, Beschäftigte in Privathaushalten und Pflegepersonen. Passiert ein Unfall leitet die Unfallkasse Thüringen sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.