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Entschädigungsleistungen rückläufig

 


 

Gotha, 29. Januar 2009. Im letzten Jahr gingen bei der Thüringer Unfallkasse 49.393 Unfallmeldungen ein. Davon entfallen 39.362 Fälle auf den Schülerbereich, wobei sich 50 Prozent der Unfälle im Sportunterricht ereignen. Sportarten wie Ballspiele, Geräteturnen und Leichtathletik dominieren dabei. Unfallursachen sind häufig die Selbstüberschätzung der Schüler in Verbindung mit mangelnder Koordination in den Bewegungsabläufen. Allein 2008 bearbeitete die Kasse fünf Prozent mehr Schulunfälle. Diese passierten neben dem Sportunterricht in der Pause, auf dem Schulweg und bei Schulveranstaltungen.

 

Insgesamt zahlte die Unfallkasse 27,4 Millionen Entschädigungsleistungen für Heilbehandlungen, Reha-Maßnahmen und Rentenleistungen. Im Vergleich zum Vorjahr 300 Tausend Euro weniger. Ursachen dafür liegen in der Unfallschwere, deren Tendenz rückläufig ist. Die Mehrzahl der Schülerunfallmeldungen sind Bagatellfälle, wie z.B. Prellungen, Verstauchungen Schürf- oder Risswunden. Auch wenn die Verletzung im ersten Moment klein und harmlos erscheint, sollte sie vom Ersthelfer im Verbandbuch notiert werden. Somit ist jederzeit nachweisbar, dass die Verletzung im Zusammenhang mit einer versicherten Tätigkeit, wie z.B. am Arbeitsplatz oder dem Schulbesuch, steht. Um bei Unfällen eine schnelle Erstversorgung zu garantieren, bildete die Unfallkasse 11.036 Ersthelfer aus.

 

Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Unfallversicherung im Freistaat. 660.000 Studenten, Schüler, Kindergartenkinder und Arbeitnehmer in öffentlichen Einrichtungen stehen unter dem Schutz der Unfallversicherung. Zum Versichertenkreis gehören ehrenamtlich Tätige, Beschäftigte in Privathaushalten und Pflegepersonen. Passiert ein Unfall leitet die Unfallkasse Thüringen sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.

 

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