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Stephanie Robus

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Unfallkasse bietet drei Projekte für Schulklassen: richtige Kleidung, sicheres Fahrrad, korrektes Verhalten im Bus

 

Oftmals verunglücken Kinder auf dem Weg zur Schule oder nach Hause, weil sie von PKW-Fahrern übersehen werden. Häufige Ursache ist dunkle Kleidung, die erst ab 30 Meter Entfernung wahrgenommen wird. Da Kinder beleuchtete Autos gut sehen können, gehen sie davon aus, dass die Autofahrer sie ebenfalls erkennen. Doch für die Autofahrer ist häufig die Sicht eingeschränkt und das Geschehen am Fahrbahnrand wird nicht registriert. Um diese Verkehrssituationen realitätsnah abzubilden, hat die Unfallkasse Thüringen (UKT) einen Lichttunnel konzipiert. In dem Lichttunnel können 17 verschiedene Verkehrssituationen simuliert werden. Diese sind für Kinder und Jugendliche spielerisch selbst bestimmbar. Die Anschaulichkeit der Verkehrssituationen verankert die gewonnene Erkenntnis: Schüler müssen hell und reflektierend gekleidet sein. Nur so können Fußgänger von PKW-Fahrern aus einer Entfernung von 130 bis 160 Metern gesehen werden. In welcher Gefahr sich Kinder mit nicht reflektierender Kleidung und Fahrradfahrer ohne Beleuchtung befinden, wird anhand des Bremsweges verdeutlicht.

 

Im Jahr 2015 verunfallten 576 Schüler auf dem Schulweg mit dem Fahrrad. Diese Unfälle sind auf zahlreiche Faktoren zurückzuführen. Unser Ziel ist es, in dieser Altersgruppe die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und dafür zu sensibilisieren, was ein verkehrssicheres Fahrrad auszeichnet. Mit der Aktion die „20-km-Fahrradstaffel mit Köpfchen“ demonstriert die UKT, wie wichtig es ist einen Helm zu tragen und vermittelt Wissen sowie Regeln für das richtige Verhalten im Straßenverkehr. In zeitlichen Intervallen von 30 Minuten treten 16 Schulklassen gegeneinander an. Pro Teilnehmer wird ein Punkt für den gefahren Kilometer und ein Punkt für die richtige Antwort vergeben, um anschließend die Siegerklasse zu ermitteln.

 

Nach wie vor ist der Bus das sicherste Beförderungsmittel im Schülerverkehr. Im Vergleich zu den Gesamtwegunfällen entfallen auf den Busverkehr fünf Prozent, die sich beim Warten an der Haltestelle, beim Ein- und Aussteigen, während des Aufenthaltes im Schulbus und beim Überqueren der Fahrbahn ereigneten. Die meisten Unfälle passieren während des Aufenthaltes im Schulbus und betreffen Jungen sowie Mädchen im Alter zwischen 11 und 14 Jahren. Drängeln, Schubsen und Raufen im Bus gehören zum Alltag. Dabei verletzen sich die Kinder häufig im Kopfbereich. Das Angebot die „Verrückte Klassenfahrt“ greift diese Themen auf und stellt ein Deeskalationsprogramm vor, um das richtige Verhalten im Bus zu trainieren.  

 

Hintergrund: Versicherungsschutz besteht prinzipiell auf dem Schulweg. Unabhängig ob die Wege, zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Pkw oder dem Fahrrad zurückgelegt werden. In der Wahl des Weges ist der Schüler grundsätzlich frei. Jedoch sollte es immer der direkte Weg zwischen Elternhaus und Schule sein. Im Jahr 2015 ereigneten sich insgesamt 2.764 Unfälle auf dem Schulweg.

 

Die UKT ist die gesetzliche Schülerunfallversicherung im Freistaat. 286.000 Schüler sind während des Unterrichts, bei schulischen Veranstaltungen wie Wandertagen, Ausflügen oder Klassenfahrten und auf den Schulwegen gegen Unfälle abgesichert. Passiert ein Unfall leitet die Unfallkasse Thüringen sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.