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Stephanie Robus

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Quälende Schmerzen im Rücken, ein verspannter Nacken - viele Menschen, die einen Angehörige pflegen, kennen diese Beschwerden. Aber oft sehen sie kaum eine Möglichkeit, etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun. Denn die Pflege fordert sie ständig und überfordert sie auch häufig.

 

Rückenschmerzen als Signal ernst nehmen

Wenn der Rücken schmerzt, reagiert er auf körperliche, aber auch psychische Überlastung; selbst Stress macht sich über das vegetative Nervensystem häufig als Rückenschmerz bemerkbar. Und wer pflegt, muss meist beides verkraften: körperliche Schwerarbeit und das stete Gefühl, den Herausforderungen der Pflege kaum noch gewachsen zu sein. Mit dem Schmerz schlägt der Rücken Alarm. Dieses Signal sollte ernst genommen werden, denn Rückenbeschwerden können schnell chronisch werden.

 

Konkrete Entlastung suchen

„Buchen Sie einen Pflegekurs, um rückengerechtes Arbeiten zu lernen. Oder beantragen Sie technische Hilfsmittel. Ein Lifter z.B. ermöglicht das Anheben der zu pflegenden Person und schont den Rücken des Pflegenden.“, rät Renate Müller, Geschäftsführerin der Unfallkasse Thüringen. Möglich ist zudem die Verteilung der Arbeit auf mehrere Schultern zu organisieren. Das alles trägt dazu bei, sich den Pflegealltag zu erleichtern. Zusätzlich sollten Ausgleichsübungen in den Tagesablauf eingebaut werden, um die Muskulatur zu dehnen und zu kräftigen.

 

Plakat mit Ausgleichübungen für den Rücken

Dafür reichen oft schon einfache gymnastische Übungen. Regelmäßig ausgeführt, können sie Verspannungen lindern. Ein Plakat mit solchen Rückenübungen für zwischendurch bietet die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) an, mit der die Unfallkasse eng zusammenarbeitet. Das kostenfreie Plakat „Wenn häusliche Pflege dem Rücken schadet“ kann unter www.das-sichere-haus.de/broschueren/pflegende-angehoerige heruntergeladen werden.

 

Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Unfallversicherung im Freistaat. 760.000 Studierende, Schüler, Kindergartenkinder und Arbeitnehmer in öffentlichen Einrichtungen stehen unter dem Schutz der Unfallversicherung. Zum Versichertenkreis gehören ehrenamtlich Tätige, Beschäftigte in Privathaushalten und Pflegepersonen.