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Stephanie Robus

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Der Schulweg ist oft der erste Weg, den Kinder alleine im Straßenverkehr zurücklegen. Im letzten Jahr ereigneten sich 2.901 Wegeunfälle in der Schülerunfallversicherung. Davon verunfallen 1.325 Schüler als Fußgänger, 529 Unfälle passierten mit dem Fahrrad und 140 Fälle zählte die Unfallkasse mit dem Schulbus.

 

Um die Schulanfänger für die möglichen Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, empfiehlt die Unfallkasse Thüringen ein Schulwegtraining. Eine wichtige Vorbildfunktion nehmen dabei die Eltern ein. Sie sollten gemeinsam mit ihrem Kind den sichersten und nicht den kürzesten Weg zur Schule gehen. Oft lohnen sich die kleinen Umwege, da sie einen erheblichen Sicherheitsgewinn bringen. Wichtig ist, dem Kind die Angst vor dem Straßenverkehr zu nehmen. Denn verunsicherte Kinder begehen leichter Fehler. Sind stark befahrene Straßen oder unübersichtliche Kreuzungen nicht zu vermeiden, müssen die Schulanfänger lernen mit viel Verkehr zurechtzukommen.

 

Um pünktlich in der Schule zu sein, bedienen sich die Schüler verschiedener Transportmöglichkeiten. Häufig werden die Kinder im PKW gefahren, sie nutzen öffentliche Verkehrsmittel oder fahren Rad bzw. gehen zu Fuß. Der Individualverkehr bringt einige gefährliche Situationen mit sich, wenn z.B. viele Fahrzeuge zur gleichen Zeit vor der Schule rangieren und Radfahrer sich durchschlängeln. Schnell ist ein Kind in dem Chaos übersehen.

 

Nach wie vor ist der Bus das sicherste Beförderungsmittel im Schülerverkehr. Was ebenfalls die Unfallzahlen belegen. Im Vergleich zu den Gesamtwegunfällen entfallen auf den Busverkehr fünf Prozent, die sich beim Warten an der Haltestelle, beim Ein- und Aussteigen, während des Aufenthaltes im Schulbus und beim Überqueren der Fahrbahn ereigneten. Die meisten Unfälle passieren während des Aufenthaltes im Schulbus und betreffen Jungen sowie Mädchen im Alter zwischen 11 und 14 Jahren. Insbesondere nach Schulende verspüren die Schüler einen größeren Bewegungsdrang. Drängeln, Schubsen und Raufen im Bus gehören zum Alltag. Dabei verletzen sich die Kinder häufig im Kopfbereich.

  

Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Schülerunfallversicherung im Freistaat. 234.000 Schüler sind während des Unterrichts, bei schulischen Veranstaltungen wie Wandertagen, Ausflügen oder Klassenfahrten und auf den Schulwegen gegen Unfälle abgesichert. Passiert ein Unfall leitet die Unfallkasse Thüringen sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.