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Stephanie Robus

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Kinder auf dem Schulweg müssen im Herbst und Winter für Autofahrer gut sichtbar sein. Allein weil sie klein sind und Autofahrer sie deshalb schlechter erkennen. Helle Kleidung in leuchtenden Farben ist deshalb wichtig. Jacke, Hose oder Rock und Helm sollten zudem reich mit Reflektoren bestückt sein. Großzügige Reflexionsflächen sorgen auf dem Ranzen für auffallendes Strahlen. Eingehaltene Normen und das GS-Zeichen sind dabei ein Indiz für gute Qualität. Darauf weist die Unfallkasse Thüringen (UKT) hin.

Lichtkegel wandern von unten nach oben

Der Lichtkegel eines fahrenden Autos „wandert“ von unten nach oben. Deshalb sind Reflektoren im unteren Körperbereich besonders wichtig, etwa in Form von Klettbändern für Waden oder Fußknöchel. An Jacke oder Mantel sollte es Reflektoren an den Seiten, vorne und hinten geben.„Der Spruch ‘viel hilft viel‘ trifft hier voll zu“, sagt Renate Müller, Geschäftsführerin der UKT. „Je mehr Reflektoren ein Kind trägt, desto eher sieht es der Autofahrer und kann angemessen reagieren.“

Die Qualität macht den Unterschied                                                                                                                                 

Schulranzen  tragen serienmäßig Reflektoren, doch unterscheiden sie sich in Größe und Qualität. Eltern sollten auf große reflektierende Flächen achten. Ebenso auf Streubreite und Reflexionsgrad. Sie geben an, wie stark und aus welchem Winkel einfallende Lichtstrahlen zurückgeworfen werden. Da solche Details im Geschäft schwer prüfbar sind, lohnt es sich, Tests wie die der Stiftung Warentest zur Beschaffenheit von Reflektoren zu lesen. Indizien für Qualität sind ferner das Siegel für Geprüfte Sicherheit (GS-Prüfzeichen) und die Deutsche-Industrie-Norm (DIN) 58124. Sie legt fest, dass mindestens zehn Prozent der Rück- und Seitenflächen eines Schulranzens aus retroflektierendem Material sein müssen. Dritte im Bunde ist die EU-Norm EN 13356, die die Leuchteigenschaften von Reflektoren regeln. Diese Angaben sind meist im Ranzen selbst oder auf einem Beipackzettel zu finden.

Kinder unbedingt selbst gehen und Rad fahren lassen                                                                                                                      

Besorgte Eltern sollten einen Fehler nicht machen: ihre Kinder zur Schule chauffieren. Das Autofahren ist nicht immer die sicherste Variante, und es ist wichtig, dass Kinder Bewegung und frische Luft bekommen. Auf jeder Strecke, die sie selbst zurücklegen, trainieren sie zudem ihre Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit.

 

Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Schülerunfallversicherung im Freistaat. 235.000 Schüler sind während des Unterrichts, bei schulischen Veranstaltungen wie Wandertagen, Ausflügen oder Klassenfahrten und auf den Schulwegen gegen Unfälle abgesichert. Passiert ein Unfall leitet die Unfallkasse Thüringen sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.