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Stephanie Robus

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Checkliste für Eltern – Fahrradhelme sind auf Spielplätzen tabu

Am 1. Juni feiern viele Kinder den Internationale Kindertag, an dem insbesondere die Rechte und der Schutz der Kinder im Mittelpunkt stehen. „Eine gute Gelegenheit, Spielplätze genauer unter die Lupe zu nehmen, wo Kinder sich täglich aufhalten. “, findet Renate Müller, Geschäftsführerin der Unfallkasse Thüringen. Geräte auf öffentlichen, frei zugänglichen Spielplätzen müssen in der EU zwar den Normen DIN EN 1176 und 1177 entsprechen. Doch leider passieren immer wieder schwere   Unfälle, weil Spielplätze nicht genügend kontrolliert werden sowie Abnutzung, Schmutz und Verschleiß ihnen zusetzen. Die Unfallkasse Thüringen rät Eltern, sich selbst zu vergewissern, wo Risiken sein könnten.

 Wichtige Punkte dabei sind:

  • Straßenverkehr: Die nächste Straße ist entweder weit genug entfernt oder ein Zaun grenzt den Spielplatz zur Straße hin ab.
  • Metallrutschen, die nach Süden ausgerichtet und unbeschattet sind, sollten Kinder bei Hitze nicht benutzen. Die heiße Rutschfläche kann die Haut verbrennen.
  • Der Sand ist sauber und frei von Fäkalien, Scherben, Spritzen oder Zigarettenkippen.
  • Morsche Holzbohlen und –pfosten können dazu führen, dass das Gerät zusammenbricht und Kinder unter sich begräbt. Holzpfosten befinden sich deshalb am besten in einem  Metallschuh. Wenigstens aber sollten sie weder angefault noch gesplittert sein.
  • Es gibt keine Fangstellen für Ketten, Anorakkordeln, Schals oder Schlüsselanhänger. Fangstellen sind zum Beispiel kleine Spalten oder spitze Winkel an Bauteilen, an denen die Kleidungsteile hängenbleiben können und die Kinder sich erdrosseln.

 

Mängel melden

Mängel und unsichere Geräte sind eine Angelegenheit für den zuständigen Träger. Ansprechpartner sind bei öffentlichen Spielplätzen zum Beispiel die Stadt- oder die Gemeindeverwaltung. Die Träger von Spielplätzen sind angehalten, Mängel in gravierenden Fällen sofort zu beheben, etwa durch Sperrung des Gerätes.

 

Helm ab auf dem Spielplatz!

Im Straßenverkehr sind Fahrradhelme ein Muss, auf dem Spielplatz ein Risiko: Bleiben Kinder damit in einem Kletternetz oder einer Astgabel hängen, drückt der festgeschnallte Kinnriemen auf den Hals. Das Gewicht des Kindes zieht es nach unten und aus eigener Kraft kann es sich oft nicht mehr befreien. Der Riemen schnürt ihm die Luft ab. „Im Extremfall kann das zum Tode des Kindes führen“, warnt Müller. Der Fahrradhelm muss deshalb auf dem Spielplatz abgenommen werden.

 

Die Unfallkasse Thüringen ist die gesetzliche Schülerunfallversicherung im Freistaat.  235.000 Schüler sind während des Unterrichts, bei schulischen Veranstaltungen wie Wandertagen, Ausflügen oder Klassenfahrten und auf den Schulwegen gegen Unfälle abgesichert. Passiert ein Unfall leitet die Unfallkasse Thüringen sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.