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Schule – Stress für den Rücken?
Bewegung im Alltag stärkt Muskeln und Gelenke. Fünf Tipps für Eltern

Kinder und Rückenschmerzen? Früher war das kein Thema, heute klagen schon Grundschüler über Schmerzen entlang der Wirbelsäule. Zu den Gründen zählen stundenlanges Sitzen im Unterricht und wenig Bewegung in der Freizeit. „Gerade an diesem Punkt können Eltern gut ansetzen und gegensteuern“, sagt Renate Müller, Geschäftsführerin der Unfallkasse Thüringen. Denn Kinder im Grundschulalter sind von Natur aus bewegungsfreudig. Sie haben nachmittags noch genug Zeit für Sport und Spiel. Eltern können und sollten dies fördern.

Die Unfallkasse hat dafür fünf Tipps zusammengestellt:

  1. Schnupperstunden im Sportverein sind meistens kostenfrei. Das Kind kann ausprobieren und wählt dann den passenden Sport. Die Hemmschwelle sinkt, wenn der beste Freund oder die beste Freundin mitkommt und die Kinder sich gemeinsam für eine Sportart entscheiden.
  2. Bäume, Mauern und Kästen reizen Kinder zum Klettern und Balancieren. Gut so! Eltern sollten das zulassen, auch wenn sie Angst haben, das Kind könnte herunterfallen und sich weh tun: Kinder wachsen an solchen Erlebnissen. Die meisten Schrammen und Beulen sind bald verheilt. Die Erfahrung bleibt.
  3. Bewegte Hausaufgaben im Liegen, Hocken oder Sitzen tun dem Rücken gut. Auch die Fensterbank kann mal zum Schreibtisch werden, die Couch zum Ort des Schulbuch-Lesens. Nach 30 Minuten Hausaufgaben bringt eine Bewegungspause neue Energie, und wenn nur kurzes Kicken auf dem Hof ist.
  4. „Mama-Taxi“ abschaffen: Kinder sollten zur Schule laufen oder, wenn sie älter sind, auch mit dem Rad fahren. Der dabei getankte Sauerstoff tut auch den grauen Zellen gut.
  5. Schwimmen lernen: Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt. Es trainiert auf gelenkschonende Weise die Muskulatur. Mit fünf Jahren sind die meisten Kinder alt genug für einen „Seepferdchen“-Kurs. Viele Vereine haben lange Wartelisten.

Weitere Tipps bietet www.deinruecken.de, die offizielle Seite der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken". Träger sind die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie die Knappschaft. Die Kampagne hat das Ziel, Rückenbelastungen bei der Arbeit, in der Schule und in der Freizeit zu verringern.