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Stephanie Robus

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Pflegen zu Hause - aber sicher!  

Sturzunfälle nehmen zu

In Deutschland ist jeder Vierte über 60 Jahre alt. Und der Lebensstil bzw. die Lebensform der älteren Generation hat sich stark verändert. Die überwiegende Mehrheit älterer Menschen wohnt heute selbstständig. Doch was passiert, wenn plötzlich alles anders kommt? Zum Beispiel ein Unfall, ein Schlaganfall oder ein schwerer Sturz beim Verrichten der Hausarbeit. Diese Ereignisse können aus einem bisher gesunden einen pflegbedürftigen Menschen machen. Der Pflegebedürftige ist dann oftmals auf fremde Hilfe angewiesen, um sein Leben zu bestreiten. Dabei bietet die häusliche Pflege eine gute Alternative zum Pflegeheim und wird häufig bevorzugt, um so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Nicht erwerbsmäßig tätige häusliche Pflegpersonen sind über die UKT während ihrer Tätigkeit gesetzlich unfallversichert. Allein in Thüringen versichert die Unfallkasse 38.000 Pflegepersonen. „Für die Zukunft erwarten wir einen massiven Anstieg.“, betont Renate Müller, Geschäftsführerin der Unfallkasse Thüringen (UKT). Bis Oktober 2011 gingen bei der UKT 29 Unfallmeldungen von den häuslichen Pflegpersonen ein. Zum größten Teil ereigneten sich die Unfälle durch stolpern und stürzen. „Pflegearbeit zu leisten, bedeutet Schwerstarbeit für Körper und Psyche.“, so Müller weiter. Die Pflegereform von 2008 sieht deshalb vor, deutschlandweit Pflegestützpunkte einzurichten. Die erste Anlaufstelle für Thüringen existiert in Jena. Zwei Ansprechpartner beantworten den Pflegebedürftigen und deren Angehörigen alle Fragen zur Pflege und zum Versicherungsschutz. Versichert ist die Pflegetätigkeit z.B. im Bereich der Körperpflege, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme, bei der Hauswirtschaftlichen Versorgung und der Mobilitätshilfe. Ebenso sind die direkten Wege zum und vom Ort der Pflegetätigkeit versichert. Passiert ein Unfall leitet die UKT sofort geeignete Maßnahmen ein, um eine schnelle Heilbehandlung zu garantieren.

Die UKT ist die gesetzliche Unfallversicherung im Freistaat. 700.000 Studenten, Schüler, Kindergartenkinder und Arbeitnehmer in öffentlichen Einrichtungen stehen unter dem Schutz der Unfallversicherung. Zum Versichertenkreis gehören ehrenamtlich Tätige sowie Beschäftigte in Privathaushalten.