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Stephanie Robus

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Die Unfallkasse Thüringen steht vor einer neuen strategischen Ausrichtung in der Prävention von Schülerunfällen. Aktuell untersuchen die Aufsichtspersonen die Thüringer Schulen und betrachten die Unfallursachen aus einem anderen Blickwinkel. Die klassischen Unfallursachen sind nicht mehr überwiegend auf technische oder bauliche Mängel zurückzuführen. Oftmals spielen mangelnde Bewegung, reduzierte Aufmerksamkeit, Gewalt oder ein ungünstiges Schulklima eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund hat sich die UKT für eine Individualbetreuung der Schulen entschieden, um zielgerichtete Maßnahmen zu initiieren, die u.a. in der Verhaltensprävention ansetzen.

 

Bereits im Juni 2014 legte die Selbstverwaltung eine Erhöhung der Betreuungszeiten in der Schülerunfallversicherung fest. Parallel dazu sollten Präventionsmaßnahmen erarbeitet werden, um die Schülerunfälle maßgeblich zu senken. Dazu hat der Vorstand der Unfallkasse Thüringen zum 1. Januar 2015 die Richtlinie „Schulentwicklungspreis der Unfallkasse Thüringen“ verabschiedet. Die Richtlinie regelt das konkrete Vorgehen. U. a.  schreibt die Richtlinie vor, dass mit dem Schulamt und dem Sachkostenträger ein Auswahlverfahren durchzuführen ist, um die Schulen zu lokalisieren. Ab Oktober 2015 konzentrieren sich die Aufsichtspersonen des Fachbereiches Prävention auf zwei Schulen pro Schulamtsbereich. Insgesamt werden zehn Schulen für die Dauer von drei Jahren begleitet. Die Unfallkasse Thüringen verfolgt mit dem Schulentwicklungspreis das Ziel: die Schulen mit dem größten Entwicklungspotential für mehr Prävention zu sensibilisieren. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Schulleiter wird den Rahmen für den messbaren Erfolg abstecken. Gleichzeitig setzt die Vereinbarung den Anreiz, mit dem Schulentwicklungspreis von bis zu 3.000 Euro ausgezeichnet zu werden.