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Der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) gibt wichtige Sicherheitshinweise

Wiesbaden, 11. Juni 2013. Langsam sinken die Pegelstände in Deutschland. Sowie die Behörden Entwarnung geben, kehren tausende Flutopfer in ihre Häuser zurück, um mit dem Aufräumen zu beginnen. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk können nicht überall gleichzeitig helfen, jeder muss selbst anpacken. Der Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) rät zur Vorsicht: Wasser und Schlamm bergen Gefahren.

 

Grundsätzlich sollten die Häuser nur betreten werden, wenn die Statik offensichtlich unbeschädigt ist, sich also keine Risse gebildet oder Bauteile verschoben haben. "Um das Risiko eines Stromschlags auszuschließen, muss der nächste Weg direkt zum Sicherungskasten führen", sagt VDSI-Vorstand Arno Weber. "Ist der versperrt, kann auch der Energieversorger von außen den Strom abklemmen." Erst wenn alle elektrischen Geräte abgesichert sind, dürfen die Aufräumarbeiten beginnen. Nasse Geräte, Schalter oder Steckdosen sollten von Sachverständigen geprüft werden.

 

Bei den Aufräumarbeiten dürfen Gummistiefel, flüssigkeitsdichte Gummihandschuhe und - bei Bedarf - zusätzlich schützende Bauhandschuhe nicht fehlen. "Der Schlamm kann Fäkalien, Heizöl oder andere Giftstoffe enthalten und sollte mit der Haut nicht in Kontakt kommen", erklärt Weber. Es empfiehlt sich auch, das Leitungswasser vor der ersten Verwendung länger durchlaufen zu lassen und abzukochen. Verunreinigte Lebensmittel sind zu entsorgen.

 

Achtung – vor und in den Häusern droht Sturzgefahr. Herumliegendes Treibgut und Inventar sollten beiseite geräumt werden, damit niemand zu Schaden kommt.

 

Sind die Häuser von Wasser und Schlamm befreit, müssen sie so schnell wie möglich trocknen. "Gerade bei den aktuellen Sommertemperaturen können sich Keime, Schimmel und Schädlinge wie Stechmücken rasch ausbreiten", warnt Weber. Ausgiebiges Heizen und Lüften helfen fürs Erste, dann sollten Fachleute hinzugezogen werden.

Weitere Fragen zur Sicherheit beantworten die Kriseneinsatzstäbe vor Ort.

Die Sicherheitshinweise sind als Checkliste unter www.vdsi.de abrufbar.

 

Kontakt:
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VDSI-Kommunikationsmanagerin
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